Gären: Gärungsprozesse leicht gemacht

Eine Gärung ist nichts weiter als ein Stoffwechselvorgang, wobei organische Stoffe durch Mikroorganismen und Enzyme umgewandelt werden. Es gibt unterschiedliche Arten der Gärung, wobei es zum Beispiel im menschlichen Darm gären kann, das wird dann mit Schmerzen und Blähungen spürbar, es gibt aber auch eine Gärung, bei der Biogas entsteht.

Am bekanntesten ist wohl die Gärung, wenn es um Alkohol geht. Die kann aber nicht nur künstlich erzeugt werden, sondern kommt auch in der Natur vor, beispielsweise wenn aufgeplatztes Obst anfängt zu gären. Besonders beliebt ist die Gärung natürlich, wenn es um Bier geht, wobei als erster Schritt die Gerstenkörner einer Keimung und Quellung ausgesetzt werden.

Wein selber machen

Etliche Winzer machen ihren Wein, aber der Rebensaft kann auch von einem Laien hergestellt werden. Dazu sind nicht nur Weintrauben zu empfehlen, sondern ein Wein kann aus vielen unterschiedlichen Früchten hergestellt werden. Bekannt sind zum Beispiel Holunderbeeren oder Erdbeeren, sowie auch Kirschen und sogar ein Wein aus Bananen ist nicht abwegig.

Wer versuchen möchte seinen Wein selber herzustellen, muss wichtige Utensilien bereithalten, dazu kann die nachfolgende Einkaufsliste helfen, damit auch bestimmt nichts vergessen wird.

Natürlich muss zuerst einmal ein Gefäß angeschafft werden, worin gegärt werden soll. Des Weiteren braucht der Hobbywinzer eine Gärpfeife, am besten als Gäraufsatz, der dafür sorgt, dass kein Tierchen und vor allem kein Sauerstoff in das Gefäß gelangen können. Gebraucht wird auch ein Schlauch, vorzugsweise aus Kunststoff, der zum späteren Absaugen nötig wird. Nach einer Gärung bilden sich ein trüber und ein klarer Teil, der mittels dieses Schlauchs auch getrennt wird.

Wichtig ist zudem eine Waage, denn das Abwiegen ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Gärung. Zusatzmittel dürfen nicht zu viel und nicht zu wenige genommen werden, ansonsten würde das gesamte Unterfangen im Sande verlaufen.

Nötig ist sowohl eine Reinzuchthefe, sowie auch Kaliumsulfat, wobei Letzterer für die Schwefelung zuständig ist. Wer guten Wein herstellen will, benötigt zudem noch Kalk für die Entsäuerung oder Milch- bzw. Zitronensäure, um den Wein mit Säure anzureichern.

Diejenigen, die nicht alles einzeln kaufen möchten, können sich an Amazon wenden, hier sind Starter-Sets zu haben, die alles beinhalten was zu einer Gärung genutzt werden muss. Für Anfänger ist dieses Set besonders zu empfehlen, denn nach der ersten Gärung kann entschieden werden, ob die Wein Herstellung weiter betrieben werden soll.

Für Anfänger das Starter-Set

In dem Set befindet sich ein 33 Liter fassendes Gefäß, samt einem Ablass Hahn und einem Gäraufsatz. Zudem sind ein Filtertuch vorhanden, sowie auch ein Abfüllröhrchen mit einem Fußventil. Sogar 250 Gramm Zitronensäure, 100 Gramm Hefegärsalz und Trockenhefe sind enthalten. Ferner liegen 50 Gramm Kaliumsulfat und Pektin Enzyme bei. Im Lieferumfang enthalten sich natürlich auch eine Anleitung und eine Weinfibel.

Weitere Utensilien

Besonders beliebt sind zur Herstellung von Wein sogenannte Ballonflaschen, wobei viele durch einen Korb geschützt werden. Die Flaschen sind so dünn, dass sie schnell zerbrechen, sowie sie irgendwo anstoßen. Der Korb kann aus einem richtigen Geflecht bestehen oder aus Kunststoff.

Soll der Wein später verschenkt oder verkauft werden, sind die Ballonflaschen auch gleich mit einem Ablass versehen, wobei der Rebensaft dann wiederum in separate Flaschen abgefüllt werden kann.

Ballonflaschen gibt es zudem in unterschiedliche Größen, so sind sie für 5, 25 und sogar für 50 Liter Wein zu haben. Gekauft werden können sie am besten Online wobei neuwertige, als auch gebrauchte Flaschen im Angebot sind.

Alles über Trockenhefe

Wer Fruchtweine oder Most herstellen möchte, sollte Trockenhefe nehmen. Sie zeichnet sich durch mehrere Faktoren aus, denn zum einen sollte sie genommen werden, wenn es sich um kaltes Gärgut handelt und zum anderen eignet sie sich hervorragend, wenn keine Zeit mehr war, um einen Hefeansatz herzustellen. Sie kann enorm viel Zeit sparen, denn mit Trockenhefe ist es möglich, eine schnellere Gärung herbei zu führen.

Allerdings hat Trockenhefe einen entscheidenden Nachteil, denn wird großer Wert auf das Bukett gelegt, sollte sie nicht verwendet werden, sondern es sollte lieber auf Flüssighefe zurückgegriffen werden. Mit ihr dauert der Gärvorgang länger und das wiederum ist später am Bukett zu erkennen.

Welche Früchte auch genommen werden, wichtig ist hier, sie sollten gründlich gesäubert sein, bevor sie weiterverarbeitet werden. Früchte die in Geschäften erworben werden sind in vielen Fällen mit Pestiziden oder Desinfektionsmitteln belastet und können den eigentlichen Gärvorgang beeinflussen. Zudem wird der spätere Geschmack beeinflusst und gesund ist das Ganze sowieso nicht.

Selbst gemachter Wein

Jeder, der seinen Wein selber herstellt wird schnell erkennen, dass er nicht nur erfrischend ist, sondern auch natürlicher schmeckt. In Maßen ist er sogar förderlich für die Gesundheit und der Wein stellt etwas ganz besonderes dar.

Er kann zudem nicht nur selber verzehrt werden, auch als Geschenk in einer hübschen Flasche wird er Freude bereiten.

Des Deutschen liebstes Getränk

Rund 160 Liter Bier trinkt nach der Statistik ein deutscher Bürger, ob zum Feierabend oder an heißen Tagen, Bier ist der Durstlöscher Nummer eins. Natürlich kann auch Bierbrauen zu Hause Spaß machen und viel an Utensilien ist auch nicht nötig.

Womit ein gelungenes Bier gebraut werden kann sind Malz und Hopfen, zudem ist eine Bierspindel nötig, mit der die Stammwürze gemessen wird. Des Weiteren braucht der Hobbybrauer Bierhefe, Jod, 2 große Eimer und ein Kochthermometer. Dazu kommen noch ein altes Bettlaken, ein 20 Liter fassendes Gefäß und Bierflaschen um den Hopfensaft später abfüllen zu können.

Damit Schritt für Schritt vorgegangen werden kann, sollte das Internet zu Rate gezogen werden. Hier gibt es immens viele Anleitungen für verschiedene Rezepte. Zudem bietet der Handel diversen Lesestoff rund um das Bierbrauen.

Wer nach dem deutschen Reinheitsgebot sein Bier brauen möchte, darf nur drei Zutaten nehmen. Hierzu gehören Malz, Hopfen und natürlich Wasser. Beim Malz gibt es unterschiedliche Sorten, es kann sich zum Beispiel für Pilsener oder Wiener Malz entschieden werden. Hopfen gibt es in Pellet-Form und das Wasser kommt aus der Leitung.

Ein Gärbottich ist zum Bier brauen ein wichtiges Utensil, das eventuell sogar in einem Baumarkt zu bekommen ist. Der Bottich muss allerdings luftdicht verschlossen werden können. Die Preise dafür liegen zwischen 15 und 30 Euro. Wer sein Malz selber schroten möchte, kommt um die Anschaffung einer Schrotmühle nicht herum, diese ist allerdings auch teuer. Es gibt jedoch Malz, das schon maschinell geschrotet worden ist, zu kaufen.